Rand Fishkin SMX 2016

SMX München 2016 – Keynote Rand Fishkin

Auf der SMX 2016 gab es wieder einmal jede Menge klasse Vorträge aus verschiedenen Bereichen zu hören. Den Auftakt machte Rand „The Wizzard of MOZ“ Fishkin. Hier ein paar meiner Notizen dazu.

Keynote Randfishkin

Wieder einmal kam die Eröffnungs-Keynote der SMX von Rand Fishkin. Wieder einmal war der Saal gepackt voll und wieder einmal hatte der „Wizzard of MOZ“ ein paar interessante Thesen und Ideen im Gepäck. Titel seiner diesjährigen Präsentation: „Fight Back Against Back: How Search Engines & Social Networks‘ AI Impacts Marketing

Engagement als universeller Rankingfaktor

Kernthese: Die Algorithmen von Google (und irgendwie auch Facebook und Twitter) sind zuehmend in der Lage, ohne menschliches Zutun gute Inhalte zu erkennen. Bei Google ist man an dem Punkt, an dem Algorithmen eigene Algorithmen entwickeln, was dazu führt, dass selbst bei Google niemand mehr vollständig versteht, warum bestimmte Seiten zu bestimmten Keywords auf bestimmten Positionen ranken. (Was auch von John Müller nochmal bestätigt wurde.)

Engagement wird zum universellen Qualitätsfaktor

Hauptrankingfaktor der nahen Zukunft wird laut Fishkin das Engagement. Positive Nutzersignale wie Shares, Likes, Interaktionen werden von den Algorithmen belohnt, negative Nutzersignale wie hohe Absprungraten, die Nutzung des Backbuttons oder Nachsuchen drücken das Ranking der Seiten nach unten.

Welcome to 2016: A World of Engagement Based Reputation

Fishkins Aufruf an die Marketer lautet daher: Win the engagement battle. Dazu gab er 5 konkrete Tipps:

  1. Verstehe und bediene die Bedürfnisse all Deiner Besucher.
    Biete holistische Inhalte. Fokussiere nicht nur auf Deine Zielgruppe.
  2. Hebe Deine Click-Through-Raten über den Durchschnitt.
    Optimiere Deine SERP-Snippets (Titles, Descriptions, URLs, Aktualität) um Deine CTR über den Durchschnitt Deiner Rankingposition zu steigern.
  3. Optimiere Dein Signal-Rausch-Verhältnis auf allen Kanälen.
    Positive Signale Deiner Posts, Tweets, Seiten und Blogposts verbessern die Sichtbarkeit Deiner folgenden Posts, Tweets, Seiten und Blogposts. Dein gesamter Content muss besser werden.
  4. User Experience muss Deinem Hauptanliegen sein.
    Liefere herausragende und verständliche Inhalte. Optimiere die Ladezeiten. Sorge für eine tolle UX über alle Gerätetypen. Bringe Deine Nutzer zum liken und sharen. Verzichte auf alles was nervt oder langweilt.
  5. Entwickle unwiderstehliche Call-to-Actions für den Erstkontakt.
    Sprich dabei eine breite Zielgruppe an, nicht nur eine Nische.

Rands vorhersage: Die Optimierung der Engagement Kennzahlen wie Seiten/Besuch oder die Absprungrate werden künftig eine ähnlich wichtige Rolle im SEO einnehmen, wie heute das Linkbuilding.

The Machines are judging us. Let’s show ‚em what we’ve got!

Im Rahmen des Vortrags und des anschließenden Q&A’s gab es noch drei ganz interessante Einschätzungen von Rand Fishkin:

Rand Fishkin über Korrelationen

Das Thema Korrelationen im SEO sorgt ja immer für Diskussionsstoff. Bereits im letzten Jahr, als Marcus Tober die SearchMetrics Ranking Studie vorstellte, hatte Rand sinngemäß gesagt, er würde jede positive Korrelation für SEO nutzen, selbst wenn eine Kausalität nicht eindeutig wäre.

Dieses Jahr sagte er im Q&A: „If something is correlated, machines are gonna pick it up.“ In anderen Worten: Auch Suchmaschinen werden zunehmend Korrelationen folgen und – unabhängig von der tatsächlichen Kausalität – als positive Rankingsignale heranziehen. In der Folge heißt das abermals: Nutzt die bekannten Korrelationen der SearchMetrics Studien zu eurem SEO Vorteil.

Und da zwei SEOs bekanntermaßen mindestens drei Meinungen haben müssen, war es auch kein Wunder, dass Mario Fischer in der direkt darauf folgenden Session davor warnte, auf Korrelationen zu vertrauen.

Rand Fishkin & Yoast de Valk

Falls ihr euch fragt, ob ihr das Authoship Tag von euren Blog entfernen sollt, hilft euch vielleicht dieser kurze Dialog zwischen Rand Fishkin und Yoast de Valk weiter, der ungefähr so ablief:

  • Rand: „Yoast, warum hast Du das Authorship Markup aus Deinem SEO-Plugin entfernt?“
  • Yoast: „Das braucht man nicht mehr.“
  • Rand: „Du solltest das besser wieder einbauen.“

Im Fernduell mit John Müller

Rand wagte in einem Nebensatz die Vorhersage, dass Modals, Exit-Intent Pop-Ups, Interstitials, Overlays, etc. innerhalb eines Jahres von Google zum negativen Rankingfaktor erklärt  werden. (Was Google für mobile Websites ja bereits angekündigt hat.)

In einem anderen Zusammenhang erklärte John Müller am zweiten Tag hingegen, dass Google damit keine Probleme habe, sofern die Seite noch problemlos zu nutzen sei.

Fazit

Fishkins Talk war unterhaltsam – die große SEO Sensation war er aber nicht. Nutzersignale als Rankingfaktor sind im März 2016 schon fast ein alter Hut. Letztendlich läuft eben alles auf „bessere Website“, „bessere Inhalte“, „bessere UserExperience“ hinaus. Halbwegs neu ist natürlich der Faktor RankBrain, bzw. Machine Learning. Hier wird die Zukunft zeigen, wohin die Reise im SEO geht.

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